
Gutes Buch - Ich habe mir das Buch aufgrund der vielen positivien Rezensionen zugelegt und muss sagen, dass meine Erwartunge erfüllt wurden. Man bekommt einen guten Überblick über CSS. Einen Stern ziehe ich dafür ab, dass nicht tief genug gegangen wird. Aber das kann ja in einer neuen Auflage noch kommen.
Oberflächlich und sehr lückenhaft - Der erste Teil des Buches ist eine reine Einführung in HTML. Die einzelnen Elemente werden recht langwierig erklärt, wobei vieles wohl einfach von selfhtml übernommen wurde. Die Ausführlichkeit der HTML-Einführung verwundert, da die Buchbeschreibung mit einer Einführung in den Umgang mit Stylesheets wirbt. Zwar braucht man HTML als Grundlage, es ist aber für mich ein ganz anderes Thema, was in einem CSS-Buch nichts zu suchen hat. Die eigentliche Einführung in CSS wirkt recht spröde. Die Einzelnen Deklarationen werden nur oberflächlich erklärt, sehr oft fehlen mögliche Werte und es wird nicht angegeben was der zugehörige Default-Wert ist. Wirklich gruselig werden aber die Erklärungen zum Thema Kaksade und Vererbung. So wird z. B. die Spezifität nach einem vom Autor selbst erfundenen Punktesystem erklärt, statt gemäß der CSS-Spezifikation eine interne Zahlenreihe mit vier Ziffern zuzuordnen. Auf Probleme wie die Vererbung relativer Werte und dass man die Vererbung mit inherit auch für Elemente bestimmen kann, deren CSS-Eigenschaften normalerweise nicht weiter vererbt werden, geht der Autor überhaupt nicht ein. Schlecht ist auch das Beispiele zum Verständnis des wohl schwierigsten CSS Themas Kaksade und Vererbung leider kaum vorhanden sind. Fazit: Als Einführung ist dieses Buch nur bedingt empfehlenswert, weil viele Punkte nur sehr oberflächlich angerissen werden. Als Nachschlagewerk ist das Buch leider überhaupt nicht empfehlenswert, da viele Themen fehlen und die Eigenschaften und Werte nicht im Zusammenhang erklärt werden.
Wirklich gut geschrieben und einfach zu begreifen - Gerade bin ich mit Band I fertig.Es hat richtig Spass gemacht, dieses Buch durchzuarbeiten. Bisher habe ich Layouts für Webseiten immer so erstellt, dass ich mir ein vorhandenes Template aussuchte, welches mir gefiel und dann habe ich einfach die Farben etc. an meine Bedürfnisse angepasst.Vieles funktionierte mit Try and Error schon ganz gut. Aber was ich da eigentlich tat wusste ich nie wirklich ,)Bücher mit mehreren 100 Seiten haben mich bei solchen Dingen immer abgeschreckt, weil diese entweder als Nachschlagewerk konzipiert sind oder so sehr in die Tiefe gehen, dass man schnell den Überblick verliert.Bei Little Boxes ist es anders.Hier geht es wirklich Schritt für Schritt voran. Es gab nie einen Punkt bei dem ich dachte, ich hätte im bisher gelesenen Teil etwas verpasst.Da man wirklich bei der Hand genommen wird, ist es schwierig herauszufinden, wie groß der Lernerfolg ist.Bei der Umsetzung der Webseite, die man im Laufe des Buches aufbaut schleichen sich immer wieder Tippfehler ein, die zum Teil erhebliche Auswirkungen auf die Darstellung der Webseite haben.Anstatt nachzusehen, wo ich mich vertippt habe, konnte ich mit dem gelernten ohne nachzuschlagen fast immer genau die Stelle finden, an der das Problem bestand und dann den Fehler in Eigenregie beheben.Wer jedoch glaubt, nach einmaligem durcharbeiten des Buches sattelfest zu sein hat vermutlich nicht wirklich viel davon verstanden, was Webdesign in der Realität bedeutet.Üben, üben, üben, ist die Devise ,)Und jetzt geht es mit Little Boxes, Teil 2. Webseiten gestalten mit CSS. Navigation, Inhalte, YAML & mehr. weiter :)
Super für Anfänger und Fortgeschrittene - Ich komme eigentlich aus dem DTP-Bereich und habe mich bislang immer über die doch sehr eingeschränkten Gestaltungsmöglichkeiten des Online-Publishings geärgert. Natürlich kann man vieles über die üblichen verdächtigen aus der Profiliga kompensieren, wer aber einfach nur schlank selbst Hand anlegen möchte ohne sich teilweise wirren Code zusammenzuklicken und Wert auf etwas Hintergrundwissen zum Gestalten mit CSS und dem Zusammenspiel mit HTML legt, dem seien die Little Boxes (beide Teile) wärmstens empfohlen. Die Bücher sind logisch strukturiert und gut geschrieben, die Beispiele sinnvoll, gut nachvollziehbar und für eigene Zwecke prima anzupassen. Angenehmer Nebeneffekt: man muss sich seinen Rechner nicht mehr mit bombastisch überladenen WYSIWYG-Klickibunti-Editoren vollmüllen, mit dem erworbenen Wissen aus den Little Boxes und einem kleinen Freeware-Editor geht s viel schneller und schlanker.
Mehr schlecht als recht - Das Buch erfüllt die Anforderungen ein Einsteigerseminars nur ungenügend. Wie bei vielen anderen Programmierbüchern scheint der Autor beim Schreiben ein Manual vor sich liegen gehabt zu haben, das er einfach thematisch abgearbeitet hat. Von Didaktik ist hier keine Spur. Die einzelnen Themen wie Spezifität oder Vererbung werden heruntergeleiert, ohne ein grundsätzliches Verständnis und Interesse zu wecken oder auf typische Besonderheiten einzugehen, mit denen jeder der eigenständig CSS entwickeln möchte, recht bald sowieso konfrontiert wird. Was bringen mir die paar Code-Beispiele aus dem Buch, wenn ich für meine Belange dann ein dreispaltiges Design haben möchte, bei dem alle Spalten anders eingefärbt und das Layout immer den gesamten Bildschirm füllen soll, egal welche Spalte die längste oder höchste ist? Ganz typische Fehlerquellen und Variationen werden leider gar nicht besprochen, so dass man wenn man anfängt selbst zu programmieren, auf andere Quellen zurückgreifen muss. Habe mir letztlich weitere Bücher kaufen müssen, sowohl für den Einstieg wie auch für die Praxis. Nach einigem Wälzen kann ich für den Einstieg das nur knapp sechs Euro teure Buch Homepages mit HTML und CSS (ISBN 8790785797) und für konkrete Probleme das CSS-Kochbuch (389721492X) empfehlen. Mit diesen beiden Büchern ist man als Anfänger meiner Meinung nach gut gewappnet, mir haben sie sowohl beim erlernen der Grundlagen wie auch bei den ersten großen Problemen sehr gut geholfen. Fazit: Wer sich einfach nur durch Herumprobieren mit dem im Buch gelieferten Code in die Materie einarbeiten möchte, ist damit sicher gut bedient. Wer aber darüber hinaus eine solide Darstellung von Grundlagen erwartet, wie es das Vorwort verspricht, wird leider enttäuscht.